Wanderung nach Tyrol am 10.7.2016

von | Juli 12, 2016 | Aktivitäten, Wandern | 0 Kommentare

Von Peter Müller

Am Wandertag, 10.07.2016, fanden sich am 1. Sommertag des Jahres 2016, der diesen Namen auch verdiente, zehn Wanderwillige am üblichen Treffpunkt zur bekannten Uhrzeit ein.

Rasch wurden die Fahrgemeinschaften für 3 Autos gebildet und schon ging es los.

Die Großbaustelle an der Bonner Straße (Stadtgrenze Langenfeld/Solingen) zwangen uns die Abkürzung über die Krüdersheide zur Langhansstraße in Solingen-Ohligs zu wählen.

Nun konnten wir über den baustellenfreien Bereich der Bonner Straße, der Südstraße und der Wilhelmstraße den Bahnhof in Solingen-Ohligs (Solingen HBF) erreichen.

Einige Unsicherheiten bei der Parkplatzwahl ließen uns die Fahrzeuge in eine kostenfreie Zone umsetzen, während sich die mitwandernden Damen um den Kauf der notwendigen Fahrkarten erfolgreich bemühten.

Durch die eingetretene zeitliche Verzögerung mussten wir den ursprünglich geplanten Anschluss um 10:22 Uhr aufgeben und 30 Minuten Wartezeit für den nächsten Zug in Kauf nehmen, was der guten Laune aber keinen Abbruch tat.

Der Abellio, oder auch „der Müngstener“ genannt, ist allen Beteiligten als sehr angenehmes Transportmittel aufgefallen. Der Zug war sehr sauber, hatte eine kundenfreundliche, farblich gut abgestimmte Einrichtung und war im Gegensatz zu anderen mir bekannten S-Bahnen mit einem geräumigen, auch behindertengerechten, WC ausgestattet.

Um 10:52 Uhr begann nun die 18-minütige Fahrt bis zu unserem Zielbahnhof Remscheid-Güldenwerth. Es ging vorbei an den Haltepunkten Solingen-Grünewald, Solingen-Mitte (Der alte Hauptbahnhof von Solingen ist außer Betrieb und ist dem Südpark Solingen angegliedert, an dem auch viele kulturelle Events stattfinden.) und Solingen-Schaberg.

Dann erfolgte für viele Mitwanderer die erstmalige Überquerung der Wupper über die Müngstener Brücke. Der Sonnenschein und die gute Fernsicht bot uns einen einmaligen Anblick über das nahe Bergische Land mit seinen ausgedehnten Wäldern.

Nach Überquerung der Wupper erreichten wir unseren Zielbahnhof Remscheid-Güldenwerth. Hier unterquerten wir die Bahngleise zur linken Seite und befanden uns auf der Rückseite des Bahnhofs.

Nun hielten wir uns links und erreichten nach etwa 200 m die Juluis-Leber-Str. Hier nutzten wir eine Abkürzung, den Fußweg an der Wohnbebauung vorbei und erreichten die Straße „zum Walkhäuschen“.

Dieser Straße folgten wir dann etwa weitere 200 m (bis zum Ende der Wohnbebauung), um dann rechts den Wanderweg durch das Hammertal zu nutzen.

Wir wanderten nun den Weg am Linkläuer Bach oder Mühlenteich Bach ins Hammertal.

Dies war ein sehr schattenreicher Abschnitt unserer Wanderung, der uns die tropische Hitze von zuvor schnell vergessen ließ.

Eine Hinweistafel beschrieb die ungefähre Lage des Mühlenteiches, der den Baumaßnahmen im oberen Teil des Linkläuer Baches zu Opfer fiel.

Nun folgten wir dem Linkläuer Baches bis zur Mündung in den Lohbach, der weiter in des Eschbach fließt, die verschiedenen Hämmer, die diesem Tal den Namen gaben. Bis zum Lobach waren es der Diederichshammer und der Ehlishammer und ab dem Lohbach noch der Jagenbergshammer, der Hüttenhammer und der Kellershammer.

Das Hammertal liegt auf Remscheider Stadtgebiet und hat seinen Namen von den ehemaligen Hammerwerken, die früher hier in Betrieb waren. Das Hammertal wird begrenzt von den Stadtteilen Reinshagen, Güldenwerth, Vieringhausen, Kremenholl und Ehringhausen. Angetrieben wurden die Hammerwerke durch den Lobach und den Linkläuer Bach. Die Hämmer produzierten hochwertigen Raffinierstahl oder verar-beiteten ihn weiter. Die meisten der Hammer und Kotten sind heute nicht mehr erhalten. Quelle: Wikipedia

Hinter dem Hüttenhammer wich dann der Schattenbereich wieder der totalen Sonneneinstrahlung.
Nun ging es entlang des A7, etwas holperig und von Mountaibikern gerne genutzt,
- heute schoben zwei Biker hinter uns den Berg hinauf -, über (Remscheid) Westhausen zur Reinshagener Straße.

Zunächst mußten wir über die Eisenbahnbrücke und dann nach wenigen Minuten links ab zum Küppelstein zu gelangen.

Geplant war nun die Müngstener Brücke auf der Remscheider Seite zu Fuß zu unterqueren. Hier mußten wir dann nach etwa 600 m feststellen, daß wir uns von unserer Seite auf einem nicht gesperrten Weg befanden, der auf der anderen Seite des Rundweges auf eine nicht passierbare Baustelle an der Müngstener Brücke hin wies.

 

Also „latschten“ wir den Weg wieder zurück bis zur Küppelsteiner Straße und gingen geradeweg auf die Remscheider Kunstakademie auf.

Auf dem Weg dorthin wies uns ein bis dahin unbekanntes Straßenschild auf die Gefahr des „rasenden Kellners“ hin. Hier hatte ein ehemaliges Ausflugslokal einen Biergarten, der nur über die Straße bedient werden konnte.

Die Akademie Remscheid für Kulturelle Bildung e. V. ist das bundes- und landeszentrale Institut für kulturelle Jugendbildung in Deutschland. Sie wird von einem gemeinnützigen Verein getragen, in dem die Praxisfelder der kulturellen Bildung und der Kinder- und Jugendförderung repräsentiert sind.
Sie befindet sich im Remscheider Ortsteil Küppelstein.
Quelle: Wikipedia

Vor der Kunstakademie ging links ein schmaler Abstieg ab, um auf den Wanderweg um den Küppelstein zu kommen.
Hier gingen wir dann rechts von der Akademie in Richtung Müngstener Brücke und gelangten auf das andere Ende der Wegsperrung von zuvor und konnten von hier aus in Richtung Wupper absteigen.

Unten, am Wupperufer angelangt, verließen wir dann auch aufgrund der nicht geplanten Umwege unsere Wanderroute und wandten uns auf dem direkten Weg zur Schwebefähre nach Müngsten.

Hier pendelte die Fähre zunächst ohne uns einmal den Weg hin und zurück, um uns dann auch zu transportieren.

Hier mussten dann auch einige Wanderer hart arbeiten, um uns auf die andere Seite der Wupper zu bringen und dann auch noch für Ihre Tätigkeit bezahlen. Ungerecht ist die Welt!

Die Wanderung neigte sich jetzt ihrem Ende zu, deshalb kehrten wir im Haus Müngsten, am Fuße der Müngstener Brücke ein.

Wir aßen eine Kleinigkeit und füllten unseren Elektrolyte-Haushalt wieder auf.

Nach unserer Rast mußten wir ca. 850 m steil bergan zum Bahnhof Solingen-Schaberg.

Ab hier nutzten wir dann den Abellio gegen 16:30 Uhr für unsere Rückfahrt nach Solingen-Ohligs (Hauptbahnhof).

Wir haben alle wieder einmal einen schönen Wandertag erlebt.

Die Müngstener Brücke (ehemals Kaiser-Wilhelm-Brücke) ist die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands.
Die stählerne Bogenbrücke ist Teil der Bahnstrecke Wuppertal-Oberbarmen–Solingen (KBS 458). Diese wird im Regelbetrieb von der S-Bahn-Linie S 7 der S-Bahn Rhein-Ruhr, der Müngstener, befahren – mangels Elektrifizierung mit Dieseltriebwagen. Die Brücke überspannt zwischen den Städten Remscheid und Solingen in 107 m Höhe das Tal der Wupper in unmittelbarer Nähe des Haltepunkts Solingen-Schaberg.
Bis zum Ende der Monarchie im Jahre 1918 trug das Bauwerk den Namen Kaiser-Wilhelm-Brücke, zu Ehren Kaiser Wilhelms I. Danach wurde die Brücke nach der nahegelegenen Siedlung Müngsten benannt, die heute wüst liegt.
Quelle: Wikipedia

Fotos dieser Wanderung unter: https://www.dropbox.com/sh/oaaq56b3ka3oqp1/AADtVSA_gr-QlEqEX7Yhpw7Ya?dl=0

Für die nächste Wanderung hat Günther die Planung übernommen. Auch wegen der „Schnitzeljagd“ im August, wird die Wanderung eine Woche früher als sonst angesetzt, also am 07.08.2016.

Dann heißt es „rund um Haan“.

Nähere Einzelheiten erfahrt Ihr beim nächsten Basistreffen.

Written By Petra

undefined

Ähnliche Beiträge

0 Kommentare

Kommentar Schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

}