Novemberwanderung Düsseltal/Neandertal

Novemberwanderung Düsseltal/Neandertal

November-Wanderung Düsseltal/Neandertal am 12.11.2017

Trotz leicht einsetzenden Regens trafen insgesamt 8 Wanderer/innen an unserem üblichen Treffpunkt ein. Eine kurze Diskussion, ob es denn ratsam sei zu wandern, kamen wir mit dem Verweis auf die Kleidung und Ausrüstung zu dem Ergebnis: „Es wird gewandert!“.

Wir verteilten uns auf zwei Autos und schon fuhren wir über Stadtstraßen zum S-Bahnhof Hochdahl. Wir stellten die Autos am Parkplatz vor dem Bahnhof ab und nahmen dann den Regionalzug Richtung Hagen Hbf.
Zwei Haltestationen später stiegen wir allerdings in Haan-Gruiten aus, um unsere Wanderstrecke aufzunehmen.

Zunächst führte uns der Weg in Richtung Gruiten Dorf über wenig befahrene Stadtstraßen. In Höhe des Heinhauser Wegs in Gruiten erreichten wir das Düsselufer unterhalb von Gruiten Dorf.

Hier folgten wir dann dem Lauf der Düssel bis ins Neandertal und weiter. Kleine Hofschaften, vereinzelte Häuser im bergischen Fachwerkstil säumten unseren Weg. Auch waren verlassene Ruinen von Kalköfen an unserem Weg zu sehen.

In Höhe der Winkelsmühle fanden wir einen Unterstand mit Sitzgelegenheiten und einem Tisch. Hier hatte unsere heutige Wanderführerin Gisela selbst gemachten Glühwein und Weckmänner (Stutenkerle) ausgepackt und an alle Wanderteilnehmer verteilt.

Zwischenzeitlich hatte auch der Regen aufgehört und zeitweilig sahen wir auch blaue Flecken am Himmel.

Nach unserer Rast an der Winkelsmühle ging es nun weiter Richtung Neandertal und Tiergehege. Die Wanderwege waren trotz Regen nicht übermäßig verschlammt, so dass sich auch die Verschmutzung der Kleidung in Grenzen hielt.
Beim Wildgehege im Neandertal angekommen (nahe dem Tarpan-Gehege), kam die Diskussion auf: Ob eine Ehrenrunde im Tiergehege gedreht werden sollte.
Hier entschieden wir uns, den Weg vorbei an der Steinzeit-Werkstatt hin zum Neandertal-Museum zu nehmen.
Kurz vor Erreichen der Kreisstraße gab es eine Weggabelung. Hier entschied sich Alfred den kürzeren und leichteren Weg zurück zum S-Bahnhof zu nehmen, die restlichen Wanderer/innen gingen weiter durchs Düsseltal in Richtung Erkrath.

Hier konnten noch einige Attraktionen im Außenbereich des Neandertal-Museums besichtigt werden, u. a. ein weiterer Kalkofen. Den Aktionstag im Neanderthal-Museum mussten wir uns heute aus Zeitgründen leider verkneifen, denn im großen grünen, didaktisch sehr gut konzipierten Neanderthal-Museum sollte man sich mindestens 2-3 Stunden aufhalten.

Nun wandten wir uns nach links und nahmen den steileren Anstieg nach Hochdahl, der uns über den Hochdahler Hof, oberhalb des Neanderbades zur Kreisstraße nach Hochdahl führte.
Jetzt waren es noch wenige hundert Meter, die uns auch an der Neanderkirche in Hochdahl vorbeiführte, zu den Autos, in denen Alfred bereits auf uns wartete.

Im „Richrather Hof“ ließen wir die schöne Wanderung ausklingen.

Die von Gisela K. organisierte Wanderung war wieder ein voller Erfolg und sollte wie die vorhergehende Regenwanderung bei schönem Wetter unbedingt wiederholt werden.
Und Glühwein muss sommertags auch nicht sein.
Es grüßt Euer „Wander-Peter“

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Wanderung mit Premiere vom 08.10.2017

Wie üblich trafen wieder einige unentwegte (insgesamt 11)  Wanderer und -innen zu unserer sonntäglichen Monatswanderung ein.
Wegen den Festivitäten auf dem Richrather Schützenplatz hatten wir den Treffpunkt auf den Parkplatz an der Gesamtschule verlegt.

Mit drei Autos starteten wir dann mit dem Ziel: Wanderparkplatz „Schöllerhof“ in der Nähe des Altenberger Doms.

Die Premiere von der zu berichten ist: Wir hatten zum ersten Mal in eineinhalb Jahren Wanderungen Wetter und ZWAR zum Teil nasses.

Aber gut beschuht, mit Regenkleidung versehen und z. T. mit Regenschirmen ausgerüstet ließen wir uns von unserem Vorhaben nicht abbringen.

Die Regenfälle der vergangenen Tage ließen die Bäche gewaltig anschwellen und verwandelten sie in reißende Flüsse. Die Wege waren zum Teil sehr weich, weil wasserdurchtränkt und manche Wege hatten sich zu kleinen Bächen verwandelt.
Aber alle Teilnehmer haben die Wanderung aufrecht und den Umständen entsprechend sauber überstanden.

Wir wanderten so zunächst den Eifgenbach aufwärts, vorbei an Bökershammer, Markusmühle und Rausmühle. Von hier aus ging es dann nach Darbringhausen, wo wir am einzigen geöffneten Geschäft im Ort, einer Bäckerei, eine kurze Rast einlegten.
Hier und auch unterwegs hat uns die Sonne, wenn auch nur kurz erreicht.

Nach wenigen Metern in der Ortschaft Dabringhausen, wandten wir uns bei Burscheid dem Rückweg über das Linnefetal zu. Auch dieser Bach, der bei Maria i. d. Aue in die Dhünn mündet, hatte sich durch die Wasserzufuhr von links und rechts in einen reißenden Fluss verwandelt.

Etwa gegen 15:15 Uhr trafen wir, über Aue und den Schöllerhofer Busch gehend, wieder bei den Autos ein.

Hier verabredeten wir uns noch, um im „Richrather Hof“ die schöne, wenn auch feuchte Wanderung ausklingen zu lassen.

Die von Evi und Peter C. organisierte Wanderung ist bei schönem Wetter mindestens eine Wiederholung wert.

Für die November-Wanderung hat sich Gisela K. gemeldet, um diese zu organisieren.

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Wanderung Rheinauf – Rheinab vom 10.09.2017

Wanderung Rheinauf – Rheinab vom 10.09.2017

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Bilder der Wanderung

Bei wie üblich, optimalem Wanderwetter fanden sich wieder 12 Zwarler um 10:00 Uhr an unserem Treffpunkt ein.

Wir verteilten uns schnell auf die Autos und schon ging es ins ca. 6 km entfernte Monheim.

Zum Parken stellten wir die Autos am Rheindamm, Monheimer Str.,  zwischen Monheim-Baumberg und Monheim ab; hinter dem Kreisel „Am Kielsgraben“.

Zunächst starteten wir rheinaufwärts in Richtung Monheimer Altstadt, vorbei an zahlreichen  Neubauten mit Unternehmen, die in den letzten Jahren entlang der Rheinpromenade errichtet wurden.

Auch ließen wir die St. Marien Kapelle links liegen und steuerten auf den neuen Anleger (für die weiße Flotte) zu. Einige Meter Rhein aufwärts dazu ragte eine Betonplatte in den Rhein und hier nahm die Piwipper Personenfähre unsere Wandergruppe als erste Passagiere des Tages auf.

Das Piwipper-Böötchen fuhr einige Meter Rhein aufwärts und ließ sich dann mit der Strömung und weniger Motorkraft auf die andere Rhein-Seite treiben.

Wir stiegen beim Haus Piwipp aus und machten uns direkt auf dem Leinpfad in Richtung Zons auf den Weg.

Nach einer knappen Stunde Fußweg betraten wir nahe der Freilichtbühne die Feste Zons. Da am heutigen Tag auch der „Tag des offenen Denkmals“ war, konnten wir auch Türme und Wehrgänge innerhalb von Zons besuchen, die sonst nur zu festen Terminen und Entgelt besuchbar sind.

Nach der Besichtigung mussten sich die Wanderer erst einmal, jeder mit einem sehr leckeren Eishörnchen befassen, bevor uns Herbert zu dem Denkmal der „Schweinefehde“ aufbrechen ließ.

Der Rückweg führte dann vorbei an alten Wehrgängen, durch kleine verwinkelte Gassen, und wir konnten dann am Rheintor die Feste Zons wieder verlassen.

Nun ging es über den Rheindeich und Fußwegen zur Auto- und Personenfähre zwischen Zons und Düsseldorf-Urdenbach. Hier setzten auch wir wieder über.

In Urdenbach angekommen machten wir uns auf den Weg zum „Haus Bürgel“, einer ehemalig auf der anderen Rheinseite gelegene Römersiedlung mit heutigem Museum und Biologischer Station.

Wie auch in Zons waren hier auch alle Türen offen zur Besichtigung. Hier verabredeten wir eine Uhrzeit, an der wir uns wieder treffen sollten und so ging jeder entsprechend seiner Interessen auf Besichtigungstour im „Haus Bürgel“.

Es gab viele Attraktionen zu besichtigen: z. B. die offene Gartenpforte, ein römisch und mittelalterliches Camp mit verschiedenen Handwerken, wie Kettenhemdfertigung, mittelalterliche Werkzeuge, wie Präzisionsbohrmaschine.
Es wurde Apfelsaft gepresst, Apfelgetränke auch für die fortgeschrittene Jugend angeboten, es wurde Steinofenbrot gebacken und vieles mehr. Eigentliche hätte man hier noch wesentlich länger verbleiben können, aber wir waren ja wandern.

Also trafen wir uns zur verabredeten Uhrzeit und gingen weiter durch die Rheinauen in Richtung Campingplatz Rheinblick. Vor dem Eingang zur Gastwirtschaft bogen wir jedoch links ein, um weiter am Rhein entlang zur „Baumberger Beach“ zu gelangen. Auf der Terrasse des „Baumberger Beach“-Lokals kehrten wir dann auf ein Bier, oder so, ein.

Nach der kurzen Rast ging es über den, wegen Bauarbeiten zum Fundament des in Kürze hier auszustellenden „Aalschockers“, z. T. gesperrten Fußweg etwa
1000 m bis zu unseren Autos zurück.

Auch heute verabredeten wir uns, den schönen Wandertage im „Richrather Hof“ ausklingen zu lassen und so ging ein weiterer ereignisreicher Wandertag zuende.      

 

Unser Wochenende in der Rhön

Unser Wochenende in der Rhön

Am Freitag den 25. August starteten wir in kleinen Gruppen mit mehreren Autos in Langenfeld zu der Wanderung in der Rhön. Treffpunkt war das Hotel Sonne in Gersbach. Hier wurden wir von unserem Wanderführer Günter schon erwartet. Günter hatte mit viel Vorarbeit drei Touren für unser langes Wochenende ausgearbeitet. Auch die schönen Zimmer im Hotel waren von ihm vorreserviert und konnten durch uns gebucht werden. So kamen in Gersfeld 22 Personen zusammen. Da nicht alle ZWARler wandern wollten, hatten die „Trockenwanderer“ (wie Günter die Nichtwanderer gerne nennt) am Samstag einen Besuch in Fulda geplant. Nach einem kurzen Mittagessen starteten die Wanderer zu ihrem ersten Ziel, dem Wachtküppel. 5km später war der kleine Hügel erklommen, und zwischen Ziegenkötteln und Fliegenschwärmen konnten wir bei klarer Sicht die wunderbare Aussicht in die Landschaft der Rhön genießen. Auch die etwas ungeübten Wanderer Hartmut und Jutta erreichten dieses Ziel. Um nicht den gleichen Weg für den Rückweg zu nutzen, führte uns Günter einen etwas weiteren Weg zurück nach Gersfeld. Das später angereiste Paar Tina und Mike sammelten unterwegs die müde Läuferin Jutta ein. Leicht vorgeschädigt besuchten Jutta und Hartmut am nächsten Tag dann mit Dorit und Gerhard das schöne Fulda. Die restliche Gruppe erreichte kurz vor 19:00 Uhr das Hotel. Ab 19:00 Uhr hatte Günter im Restaurant Tische reserviert und wir genossen für kleines Geld die wirklich preiswerten Speisen zusammen mit guten Getränken, serviert von einer netten und freundlichen Kellnerin. Warum erwähne ich das? Am nächsten Abend bediente uns eine absolute Anfängerin. Aber dazu später… Der Ausklang des Abends erfolge bei einigen von uns mit kleinen Förstern – dem Hausschnaps dieses Hotels. Die Moral von der Geschicht’ – Förster wecken morgens nicht. 😉

Die Startzeit war auf 9:30 verschoben worden und wir starteten am Samstag mit 15 Personen zu unserer 20km Runde zum Kreuzberg. Durch Wald und Flur vorbei an verschiedenen Quellen und der Hexe an der Hexenruh’, ging es meist bergauf bis zum Kloster am Klosterberg. Einige von uns stiegen über fast 300 Stufen auf den letzten Hügel und erreichten in fast 1000m Höhe die drei Kreuze am Klosterberg. Stufab und von den meisten unbemerkt versuchte Peter wohl unabsichtlich den Abstieg auf dem Hinterteil zu absolvieren. Von Schmerzen geplagt, bat er die mit dem Auto angereiste Gisela und Alfred um ein Plätzchen im Auto für die Rückreise ins Hotel. Da bei ZWAR ja alle zusammen halten, wurde der Bitte stattgegeben 😃.

Auch Tina und Herbert versuchten den Abstieg auf dem Po. Da beide sich aber weniger schmerzhafte Stellen für die Rutschpartie ausgesucht hatten, blieb es bei dreckigen Hosen. Etwas müde erreichten wir am frühen Abend das Hotel. Auch am heutigen Abend gab es wieder das leckere Essen im Hotel Sonne, nur die korrekte Verteilung der bestellten Gerichte und die zügige Versorgung mit Getränken funktionierte dank der ungeübten Kellnerin nur mangelhaft. Schwamm drüber…

An unserem letzten Wandertag starteten wir wieder um 9:30 Uhr zu weiteren von Günter ausgesuchten Highlights. Mit den Autos fuhren wir zur Wasserkuppe und stellten dort die Fahrzeuge ab. Vorbei am Radom (RadarDom?) erreichten wir den Pferdskopf mit den auf ihm startenden Drachenfliegern. Wir konnten uns kaum vom Anblick der Gleiter trennen. Weiter durch dunkle, fast schon verwunschen aussehende Wäldern erreichten wir nach einem steilen Abstieg den Guckaisee. Da im Restaurant „Peterchens Mondfahrt“ auf der Wasserkuppe das Mittagessen von uns ausgesucht und von Günter vorbestellt war, gab es hier keine Pause. Weiter ging es zum nächsten Ziel, der Fuldaquelle. Die fängt ja ganz schön klein an. Kurz vorher hatten sich drei schon müde Krieger hinreißen lassen, eine Abkürzung zum Restaurant zu wählen. Die heutigen nur 10km auf und ab zusammen mit den beiden Wandertagen davor steckten doch einigen von uns in den Knochen. Um 13:00 Uhr waren wieder alle vereint und freuten sich auf die bestellten Speisen und Getränke. Satt und gestärkt trennten sich nun unsere Wege. Einige besuchten noch die Attraktionen und Geschäfte auf der Wasserkuppe, während Andere sich auf den Heimweg am letzten Ferienwochenende in NRW machten.
Man kann wohl sagen, alle hatten ein wunderschönes Wochenende. Wir danken alle Günter für die tolle Organisation und freuen uns auf die nächsten Wanderungen.

Besonderen Dank auch an Christa und Herbert, die mich an diesem Wochenende in ihrem Auto mitgenommen haben.

Klaus

Bilder werden in einem separaten Link zur Ansicht und zum Download angeboten:
https://www.dropbox.com/sh/r84igk2u30o3e0g/AAAOluQuCAS7d1CJkiFSwZoya?dl=0

Vorankündigung der September-Wanderung

Beim letzten Basistreffen nicht daran gedacht, die nächste Wanderung anzukündigen, brachte mich Herbert H. auf die Idee, diese Wanderung mit leichten Änderungen vorzubereiten.

Diesmal haben wir uns eine Wanderung im Flachen, also rechts und links am Rhein entlang, vorgenommen.

Wir starten wie immer am Seniorentreff Richrath, fahren mit den Autos zum Parkplatz an der Monheimer Straße zwischen Monheim und Monheim-Baumberg, in der Nähe des Kreisverkehrs „Am Kielsgraben“.

Stellen dort die Autos ab und wandern an der Rheinpromenade rheinaufwärts nach Monheim.

Dort können wir die Marien-Kapelle besuchen.
Anschließen überqueren wir die Kapellenstraße und gelangen zum Anleger der Saisonfähre „Piwipper Böötchen“.

Hier setzen wir über zum Haus Piwipp und folgen dann dem Leinpfad, direkt am Rhein nach Zons.

Nahe der Freilichtbühne gehen wir dann durch die Feste Zons bis zum Anleger der Fähre Zons-Urdenbach. Hier setzen wir zum 2. Mal über und besuchen anschließend das Haus Bürgel, in Düsseldorf-Urdenbach.

Von hier aus steuern wir den Campingplatz Rheinblick an, um kurz vor dem Eingang der Gaststätte links in den Wald einzubiegen.

Hier folgen wir wieder dem Rheinufer flussaufwärts und gelangen dort beim künftigen Rheinanleger in Monheim-Baumberg an der Klappertorstraße an.

Wir gehen weiter rheinaufwärts und kommen nach einigen Minuten wieder zu dem Parkplatz unserer Autos.

Die Strecke ist knapp 14 km lang, hat einen Unterschied von 35 Höhenmeter und ist in ca. 2,5 Stunden (ohne Besichtigungen und Schifffahrten) zu bewältigen.

Los geht es am 10.09.2017, wie immer um 10:00 Uhr.

Wanderung durch Wuppertal-Cronenberg am 13.08.2017

CRONENBERG: Vom Erzabbau zur Werkzeugindustrie

Link zu den Fotos: Bilder der Wanderung

  • Ortsnamen. Stollen und „Hofschaften“ verweisen auf die frühe Suche nach Eisenerz
  • (Schmiede-) Hämmer und Schleifkotten in den kleinen Bachtälern
  • Mit der Einführung der Dampfmaschinen entstehen die Fabriken auf den Höhenzügen

Bei bestem Wanderwetter trafen wieder 15 Wanderer(-innen) um 10:00 Uhr bei unserem Treffpunkt ein. Wir verteilten uns auf insgesamt 5 Autos und schon ging es los, über Stadtstraßen in Solingen zu unserem Start- und Zielpunkt in Wuppertal-Kohlfurth.

Bergan benutzten wir die „Bergische Museumsbahnen“ mit dem Triebwagen 107 „Der Benrather“ ex. Rheinische Bahngesellschaft AG, Düsseldorf aus dem Baujahr 1936. Wegen des großen Andrangs (die Fahrten beginnen um 10:40 Uhr) fuhr kurz hinter uns, aber außer Sichtweite eine weitere Straßenbahn. Es war „der Barmer“, Triebwagen 94 ex. Barmer Bergbahn AG, aus dem Baujahr 1928.

Wie in früheren Zeiten mußten wir beim Schaffner unsere Bergfahrt bezahlen und wir fuhren bis zum Endhaltepunkt „Greuel“.

Hier startete dann die Wanderung, die uns von „Greuel“ hinauf zur Berghauser Straße führte (Verbindungs-Höhenstraße zwischen Wuppertal-Cronenberg und Wuppertal-Sudberg).
Wir hielten uns links, um dann nach wenigen 100 m rechts in den Realschulweg abzubiegen. Von nun an ging‘s bergab.

Am Rheinbach wurden wir mit einem Schild auf ein unanständiges Tun in der Vergangenheit hingewiesen: Hier hatte ein in der Handwerksrolle eingetrager Schmied, die Frechheit besessen auch ein Hammerwerk zu betreiben. Dieses Hammerwerk wurde 1658 zwangsweise stillgelegt und der Schmied mußte unter Zurücklassung aller Wertgegenstände die Flucht ins Märkische antreten.

Im Rheinbachtal angekommen ging es nun über den Panorama-Wanderweg wieder bergauf nach W.-Cronenberg. Wir mußten den Rheinbach und Nebenbäche dreimal über große Steine überqueren, da es keine Brücken gab.

Es folgte ein kurzer, aber intensiver Aufstieg, der uns wieder auf die Anhöhe W.-Cronenbergs brachte.

Am alten Bahnhof (in Cronenberg heute Einstieg zur Sambatrasse) vorbei kreuzten wir die Hauptstraße, um uns dann einige historische Stätten in W.-Cronenberg an zu schauen.

1. Am Ehrenmal ein Kriegerdenkmal aus dem ersten Weltkrieg, an dessen Platz der ehemalige Gutshof „Zum Eigen“ befand.
Hier Stand der landeseigene Kameralhof, um 1050 erstmals mit dem Namen Cronberga erwähnt. Hier wurden die Arbeitstiere, die zur Köhlerei und zum Erzabbau verwendet wurden, versorgt.

2. Bürgerhäuser an der Herichhauser Str. Die Fachwerkhäuser entstanden in den Jahren 1900 bis 1935. Sie sind alle denkmalgeschützt (nur linke Straßenseite). Hier wohnten überwiegend selbständige Handwerker und Meister der umliegenden Werkzeugfirmen.

3. Hofschaft Herichhausen. Vermutlich älteste Hofschaft in Cronenberg. Der „Ortsname“ deutet auf eine Besiedlung aus dem sächsischen Westfalen im 9./10. Jahrhundert. Eines der Häuser trägt das Jahr 1620 im Balken.

4. „Kremers Fabriken“ Borner Str. 32. Um 1897 siedelte die Firma Kremer & Sondermann aus dem Burgholztal wieder hinauf auf die Höhen. Seit 1880 besaß die Firma eine Dampfmaschine und war so von der Wasserkraft unabhängig geworden.

5. „Am Born“ Borner Str. 14. Brunnen und Brunnenhäuschen für die Hofschaft Herichhausen und die Ansiedlung „Hütte“. 1650 als Quelle des Herichhauser Bachs eingefaßt.

6. „An der Hütte“. Alter Ortskern Cronenbergs, entstanden nach den Bränden 1829 und 1834. Der Name rührt von der Eisenschmelzhütte, die sich hier bis 1598 befand. Ehemalige Kaufmanns- und Handwerkerhäuser u. a. mit ehemaliger Nagelschmiede.

Hier wurde der historische Rundgang auf ein Eishörnchen kurz unterbrochen.

7. „Schmied mit seinem Lehrjungen“. Das Denkmal wurde 1994 errichtet und erinnert an das Hauptgewerbe in Cronenberg.

8. Bürger- und Arbeiterhäuser an der Schorfer Str. Die Arbeiterhäuser hatten ihre Werkstatt stets im Hof. Der Straßenname verweist auf das ehemalige Schürfgebiet für Eisenerz, zu dem die Straße führte.

9. Friedhof. Ehemaliges Schürfgebiet für Eisenerz. Durch das Buddeln nach Erz war das Land verdorben, landwirtschaftlich nicht zu nutzen und wurde 1820 zum Friedhof.

10. Nach Passieren der Haltestelle Friedrichshammer, der Museumsbahn, trafen wir auf die ehemalige Sensenschmiede Friedrichshammer, von der nur die Hüftmauer und zwei Teiche erhalten blieben.

11. Vorbei am „Mundloch“, verschütteter, ehemaliger Eingang zum bis 80 m tiefen Erzstollen, ging es weiter über
12. Manuelskotten, funktionsfähiger Schleifkotten seit 1755 und Kaltenbach zurück zu unseren Autos.

Um 14:15 Uhr waren alle im Auto und Teile von uns fuhren auf einen Absacker in den Richrather Hof um die Akkus wieder aufzutanken.

Bedeutung von Wuppertal-Cronenberg:

Schon im 9. Jahrhundert n. Chr. drangen Siedler aus dem Osten, wahrscheinlich auf der Suche nach Eisenerz, in das Gebiet von Cronenberg vor. Auf den Erzabbau weisen die Flurnamen „Hütte“, „Schorf“ und „Steinwäsche“ hin. Von diesen Voraussetzungen her war für Cronenberg der Weg zur Eisenbearbeitung vorgezeichnet. In den Hofschaften Cronenbergs wurden im 18. Jahrhundert Schüppen, Hacken, Picken, Schlösser und andere Schmiede-Waren gefertigt.

Bis 1798 gab es ein besonderes Privileg für die Sensen-Herstellung. Waren es zuerst Handschmieden, so wurde später in den Tälern die Wasserkraft zum Schmieden genutzt. Von den vielen, durch Wasser angetriebenen Hammerwerken und Schleifkotten ist der Manuelskotten im Kaltenbachtal mit seinem Wasserrad von 5 Metern Durchmesser noch in Betrieb.

Mit der Einführung der Dampfmaschine und der Elektroenergie kehrten die Werkstätten auf die Höhen Cronenbergs zurück, wo sich eine bedeutende Werkzeugindustrie entwickelte. Die Route durch Cronenberg verfolgt diese Entwicklung. Sie führt zu den alten Schürf- und Hüttenplätzen, den Hofschaften mit ihren Kleinshmieden, den Wasserkraftanlagen in den Tälern und den später errichteten Fabrikanlagen in den besser zugänglichen Höhenlagen.

Die heutige Museumsstraßenbahn erinnert an die Straßenbahnlinie 5, die von Solingen-Mitte bis nach Wuppertal-Elberfeld führte und das industriell geprägte Kaltenbachtal einst erschloss.

Peter Müller