Wanderung Rheinauf – Rheinab vom 10.09.2017

Wanderung Rheinauf – Rheinab vom 10.09.2017

Link zu den Fotos:
Bilder der Wanderung

Bei wie üblich, optimalem Wanderwetter fanden sich wieder 12 Zwarler um 10:00 Uhr an unserem Treffpunkt ein.

Wir verteilten uns schnell auf die Autos und schon ging es ins ca. 6 km entfernte Monheim.

Zum Parken stellten wir die Autos am Rheindamm, Monheimer Str.,  zwischen Monheim-Baumberg und Monheim ab; hinter dem Kreisel „Am Kielsgraben“.

Zunächst starteten wir rheinaufwärts in Richtung Monheimer Altstadt, vorbei an zahlreichen  Neubauten mit Unternehmen, die in den letzten Jahren entlang der Rheinpromenade errichtet wurden.

Auch ließen wir die St. Marien Kapelle links liegen und steuerten auf den neuen Anleger (für die weiße Flotte) zu. Einige Meter Rhein aufwärts dazu ragte eine Betonplatte in den Rhein und hier nahm die Piwipper Personenfähre unsere Wandergruppe als erste Passagiere des Tages auf.

Das Piwipper-Böötchen fuhr einige Meter Rhein aufwärts und ließ sich dann mit der Strömung und weniger Motorkraft auf die andere Rhein-Seite treiben.

Wir stiegen beim Haus Piwipp aus und machten uns direkt auf dem Leinpfad in Richtung Zons auf den Weg.

Nach einer knappen Stunde Fußweg betraten wir nahe der Freilichtbühne die Feste Zons. Da am heutigen Tag auch der „Tag des offenen Denkmals“ war, konnten wir auch Türme und Wehrgänge innerhalb von Zons besuchen, die sonst nur zu festen Terminen und Entgelt besuchbar sind.

Nach der Besichtigung mussten sich die Wanderer erst einmal, jeder mit einem sehr leckeren Eishörnchen befassen, bevor uns Herbert zu dem Denkmal der „Schweinefehde“ aufbrechen ließ.

Der Rückweg führte dann vorbei an alten Wehrgängen, durch kleine verwinkelte Gassen, und wir konnten dann am Rheintor die Feste Zons wieder verlassen.

Nun ging es über den Rheindeich und Fußwegen zur Auto- und Personenfähre zwischen Zons und Düsseldorf-Urdenbach. Hier setzten auch wir wieder über.

In Urdenbach angekommen machten wir uns auf den Weg zum „Haus Bürgel“, einer ehemalig auf der anderen Rheinseite gelegene Römersiedlung mit heutigem Museum und Biologischer Station.

Wie auch in Zons waren hier auch alle Türen offen zur Besichtigung. Hier verabredeten wir eine Uhrzeit, an der wir uns wieder treffen sollten und so ging jeder entsprechend seiner Interessen auf Besichtigungstour im „Haus Bürgel“.

Es gab viele Attraktionen zu besichtigen: z. B. die offene Gartenpforte, ein römisch und mittelalterliches Camp mit verschiedenen Handwerken, wie Kettenhemdfertigung, mittelalterliche Werkzeuge, wie Präzisionsbohrmaschine.
Es wurde Apfelsaft gepresst, Apfelgetränke auch für die fortgeschrittene Jugend angeboten, es wurde Steinofenbrot gebacken und vieles mehr. Eigentliche hätte man hier noch wesentlich länger verbleiben können, aber wir waren ja wandern.

Also trafen wir uns zur verabredeten Uhrzeit und gingen weiter durch die Rheinauen in Richtung Campingplatz Rheinblick. Vor dem Eingang zur Gastwirtschaft bogen wir jedoch links ein, um weiter am Rhein entlang zur „Baumberger Beach“ zu gelangen. Auf der Terrasse des „Baumberger Beach“-Lokals kehrten wir dann auf ein Bier, oder so, ein.

Nach der kurzen Rast ging es über den, wegen Bauarbeiten zum Fundament des in Kürze hier auszustellenden „Aalschockers“, z. T. gesperrten Fußweg etwa
1000 m bis zu unseren Autos zurück.

Auch heute verabredeten wir uns, den schönen Wandertage im „Richrather Hof“ ausklingen zu lassen und so ging ein weiterer ereignisreicher Wandertag zuende.      

 

Unser Wochenende in der Rhön

Unser Wochenende in der Rhön

Am Freitag den 25. August starteten wir in kleinen Gruppen mit mehreren Autos in Langenfeld zu der Wanderung in der Rhön. Treffpunkt war das Hotel Sonne in Gersbach. Hier wurden wir von unserem Wanderführer Günter schon erwartet. Günter hatte mit viel Vorarbeit drei Touren für unser langes Wochenende ausgearbeitet. Auch die schönen Zimmer im Hotel waren von ihm vorreserviert und konnten durch uns gebucht werden. So kamen in Gersfeld 22 Personen zusammen. Da nicht alle ZWARler wandern wollten, hatten die „Trockenwanderer“ (wie Günter die Nichtwanderer gerne nennt) am Samstag einen Besuch in Fulda geplant. Nach einem kurzen Mittagessen starteten die Wanderer zu ihrem ersten Ziel, dem Wachtküppel. 5km später war der kleine Hügel erklommen, und zwischen Ziegenkötteln und Fliegenschwärmen konnten wir bei klarer Sicht die wunderbare Aussicht in die Landschaft der Rhön genießen. Auch die etwas ungeübten Wanderer Hartmut und Jutta erreichten dieses Ziel. Um nicht den gleichen Weg für den Rückweg zu nutzen, führte uns Günter einen etwas weiteren Weg zurück nach Gersfeld. Das später angereiste Paar Tina und Mike sammelten unterwegs die müde Läuferin Jutta ein. Leicht vorgeschädigt besuchten Jutta und Hartmut am nächsten Tag dann mit Dorit und Gerhard das schöne Fulda. Die restliche Gruppe erreichte kurz vor 19:00 Uhr das Hotel. Ab 19:00 Uhr hatte Günter im Restaurant Tische reserviert und wir genossen für kleines Geld die wirklich preiswerten Speisen zusammen mit guten Getränken, serviert von einer netten und freundlichen Kellnerin. Warum erwähne ich das? Am nächsten Abend bediente uns eine absolute Anfängerin. Aber dazu später… Der Ausklang des Abends erfolge bei einigen von uns mit kleinen Förstern – dem Hausschnaps dieses Hotels. Die Moral von der Geschicht’ – Förster wecken morgens nicht. 😉

Die Startzeit war auf 9:30 verschoben worden und wir starteten am Samstag mit 15 Personen zu unserer 20km Runde zum Kreuzberg. Durch Wald und Flur vorbei an verschiedenen Quellen und der Hexe an der Hexenruh’, ging es meist bergauf bis zum Kloster am Klosterberg. Einige von uns stiegen über fast 300 Stufen auf den letzten Hügel und erreichten in fast 1000m Höhe die drei Kreuze am Klosterberg. Stufab und von den meisten unbemerkt versuchte Peter wohl unabsichtlich den Abstieg auf dem Hinterteil zu absolvieren. Von Schmerzen geplagt, bat er die mit dem Auto angereiste Gisela und Alfred um ein Plätzchen im Auto für die Rückreise ins Hotel. Da bei ZWAR ja alle zusammen halten, wurde der Bitte stattgegeben 😃.

Auch Tina und Herbert versuchten den Abstieg auf dem Po. Da beide sich aber weniger schmerzhafte Stellen für die Rutschpartie ausgesucht hatten, blieb es bei dreckigen Hosen. Etwas müde erreichten wir am frühen Abend das Hotel. Auch am heutigen Abend gab es wieder das leckere Essen im Hotel Sonne, nur die korrekte Verteilung der bestellten Gerichte und die zügige Versorgung mit Getränken funktionierte dank der ungeübten Kellnerin nur mangelhaft. Schwamm drüber…

An unserem letzten Wandertag starteten wir wieder um 9:30 Uhr zu weiteren von Günter ausgesuchten Highlights. Mit den Autos fuhren wir zur Wasserkuppe und stellten dort die Fahrzeuge ab. Vorbei am Radom (RadarDom?) erreichten wir den Pferdskopf mit den auf ihm startenden Drachenfliegern. Wir konnten uns kaum vom Anblick der Gleiter trennen. Weiter durch dunkle, fast schon verwunschen aussehende Wäldern erreichten wir nach einem steilen Abstieg den Guckaisee. Da im Restaurant „Peterchens Mondfahrt“ auf der Wasserkuppe das Mittagessen von uns ausgesucht und von Günter vorbestellt war, gab es hier keine Pause. Weiter ging es zum nächsten Ziel, der Fuldaquelle. Die fängt ja ganz schön klein an. Kurz vorher hatten sich drei schon müde Krieger hinreißen lassen, eine Abkürzung zum Restaurant zu wählen. Die heutigen nur 10km auf und ab zusammen mit den beiden Wandertagen davor steckten doch einigen von uns in den Knochen. Um 13:00 Uhr waren wieder alle vereint und freuten sich auf die bestellten Speisen und Getränke. Satt und gestärkt trennten sich nun unsere Wege. Einige besuchten noch die Attraktionen und Geschäfte auf der Wasserkuppe, während Andere sich auf den Heimweg am letzten Ferienwochenende in NRW machten.
Man kann wohl sagen, alle hatten ein wunderschönes Wochenende. Wir danken alle Günter für die tolle Organisation und freuen uns auf die nächsten Wanderungen.

Besonderen Dank auch an Christa und Herbert, die mich an diesem Wochenende in ihrem Auto mitgenommen haben.

Klaus

Bilder werden in einem separaten Link zur Ansicht und zum Download angeboten:
https://www.dropbox.com/sh/r84igk2u30o3e0g/AAAOluQuCAS7d1CJkiFSwZoya?dl=0

Vorankündigung der September-Wanderung

Beim letzten Basistreffen nicht daran gedacht, die nächste Wanderung anzukündigen, brachte mich Herbert H. auf die Idee, diese Wanderung mit leichten Änderungen vorzubereiten.

Diesmal haben wir uns eine Wanderung im Flachen, also rechts und links am Rhein entlang, vorgenommen.

Wir starten wie immer am Seniorentreff Richrath, fahren mit den Autos zum Parkplatz an der Monheimer Straße zwischen Monheim und Monheim-Baumberg, in der Nähe des Kreisverkehrs „Am Kielsgraben“.

Stellen dort die Autos ab und wandern an der Rheinpromenade rheinaufwärts nach Monheim.

Dort können wir die Marien-Kapelle besuchen.
Anschließen überqueren wir die Kapellenstraße und gelangen zum Anleger der Saisonfähre „Piwipper Böötchen“.

Hier setzen wir über zum Haus Piwipp und folgen dann dem Leinpfad, direkt am Rhein nach Zons.

Nahe der Freilichtbühne gehen wir dann durch die Feste Zons bis zum Anleger der Fähre Zons-Urdenbach. Hier setzen wir zum 2. Mal über und besuchen anschließend das Haus Bürgel, in Düsseldorf-Urdenbach.

Von hier aus steuern wir den Campingplatz Rheinblick an, um kurz vor dem Eingang der Gaststätte links in den Wald einzubiegen.

Hier folgen wir wieder dem Rheinufer flussaufwärts und gelangen dort beim künftigen Rheinanleger in Monheim-Baumberg an der Klappertorstraße an.

Wir gehen weiter rheinaufwärts und kommen nach einigen Minuten wieder zu dem Parkplatz unserer Autos.

Die Strecke ist knapp 14 km lang, hat einen Unterschied von 35 Höhenmeter und ist in ca. 2,5 Stunden (ohne Besichtigungen und Schifffahrten) zu bewältigen.

Los geht es am 10.09.2017, wie immer um 10:00 Uhr.

Wanderung durch Wuppertal-Cronenberg am 13.08.2017

CRONENBERG: Vom Erzabbau zur Werkzeugindustrie

Link zu den Fotos: Bilder der Wanderung

  • Ortsnamen. Stollen und „Hofschaften“ verweisen auf die frühe Suche nach Eisenerz
  • (Schmiede-) Hämmer und Schleifkotten in den kleinen Bachtälern
  • Mit der Einführung der Dampfmaschinen entstehen die Fabriken auf den Höhenzügen

Bei bestem Wanderwetter trafen wieder 15 Wanderer(-innen) um 10:00 Uhr bei unserem Treffpunkt ein. Wir verteilten uns auf insgesamt 5 Autos und schon ging es los, über Stadtstraßen in Solingen zu unserem Start- und Zielpunkt in Wuppertal-Kohlfurth.

Bergan benutzten wir die „Bergische Museumsbahnen“ mit dem Triebwagen 107 „Der Benrather“ ex. Rheinische Bahngesellschaft AG, Düsseldorf aus dem Baujahr 1936. Wegen des großen Andrangs (die Fahrten beginnen um 10:40 Uhr) fuhr kurz hinter uns, aber außer Sichtweite eine weitere Straßenbahn. Es war „der Barmer“, Triebwagen 94 ex. Barmer Bergbahn AG, aus dem Baujahr 1928.

Wie in früheren Zeiten mußten wir beim Schaffner unsere Bergfahrt bezahlen und wir fuhren bis zum Endhaltepunkt „Greuel“.

Hier startete dann die Wanderung, die uns von „Greuel“ hinauf zur Berghauser Straße führte (Verbindungs-Höhenstraße zwischen Wuppertal-Cronenberg und Wuppertal-Sudberg).
Wir hielten uns links, um dann nach wenigen 100 m rechts in den Realschulweg abzubiegen. Von nun an ging‘s bergab.

Am Rheinbach wurden wir mit einem Schild auf ein unanständiges Tun in der Vergangenheit hingewiesen: Hier hatte ein in der Handwerksrolle eingetrager Schmied, die Frechheit besessen auch ein Hammerwerk zu betreiben. Dieses Hammerwerk wurde 1658 zwangsweise stillgelegt und der Schmied mußte unter Zurücklassung aller Wertgegenstände die Flucht ins Märkische antreten.

Im Rheinbachtal angekommen ging es nun über den Panorama-Wanderweg wieder bergauf nach W.-Cronenberg. Wir mußten den Rheinbach und Nebenbäche dreimal über große Steine überqueren, da es keine Brücken gab.

Es folgte ein kurzer, aber intensiver Aufstieg, der uns wieder auf die Anhöhe W.-Cronenbergs brachte.

Am alten Bahnhof (in Cronenberg heute Einstieg zur Sambatrasse) vorbei kreuzten wir die Hauptstraße, um uns dann einige historische Stätten in W.-Cronenberg an zu schauen.

1. Am Ehrenmal ein Kriegerdenkmal aus dem ersten Weltkrieg, an dessen Platz der ehemalige Gutshof „Zum Eigen“ befand.
Hier Stand der landeseigene Kameralhof, um 1050 erstmals mit dem Namen Cronberga erwähnt. Hier wurden die Arbeitstiere, die zur Köhlerei und zum Erzabbau verwendet wurden, versorgt.

2. Bürgerhäuser an der Herichhauser Str. Die Fachwerkhäuser entstanden in den Jahren 1900 bis 1935. Sie sind alle denkmalgeschützt (nur linke Straßenseite). Hier wohnten überwiegend selbständige Handwerker und Meister der umliegenden Werkzeugfirmen.

3. Hofschaft Herichhausen. Vermutlich älteste Hofschaft in Cronenberg. Der „Ortsname“ deutet auf eine Besiedlung aus dem sächsischen Westfalen im 9./10. Jahrhundert. Eines der Häuser trägt das Jahr 1620 im Balken.

4. „Kremers Fabriken“ Borner Str. 32. Um 1897 siedelte die Firma Kremer & Sondermann aus dem Burgholztal wieder hinauf auf die Höhen. Seit 1880 besaß die Firma eine Dampfmaschine und war so von der Wasserkraft unabhängig geworden.

5. „Am Born“ Borner Str. 14. Brunnen und Brunnenhäuschen für die Hofschaft Herichhausen und die Ansiedlung „Hütte“. 1650 als Quelle des Herichhauser Bachs eingefaßt.

6. „An der Hütte“. Alter Ortskern Cronenbergs, entstanden nach den Bränden 1829 und 1834. Der Name rührt von der Eisenschmelzhütte, die sich hier bis 1598 befand. Ehemalige Kaufmanns- und Handwerkerhäuser u. a. mit ehemaliger Nagelschmiede.

Hier wurde der historische Rundgang auf ein Eishörnchen kurz unterbrochen.

7. „Schmied mit seinem Lehrjungen“. Das Denkmal wurde 1994 errichtet und erinnert an das Hauptgewerbe in Cronenberg.

8. Bürger- und Arbeiterhäuser an der Schorfer Str. Die Arbeiterhäuser hatten ihre Werkstatt stets im Hof. Der Straßenname verweist auf das ehemalige Schürfgebiet für Eisenerz, zu dem die Straße führte.

9. Friedhof. Ehemaliges Schürfgebiet für Eisenerz. Durch das Buddeln nach Erz war das Land verdorben, landwirtschaftlich nicht zu nutzen und wurde 1820 zum Friedhof.

10. Nach Passieren der Haltestelle Friedrichshammer, der Museumsbahn, trafen wir auf die ehemalige Sensenschmiede Friedrichshammer, von der nur die Hüftmauer und zwei Teiche erhalten blieben.

11. Vorbei am „Mundloch“, verschütteter, ehemaliger Eingang zum bis 80 m tiefen Erzstollen, ging es weiter über
12. Manuelskotten, funktionsfähiger Schleifkotten seit 1755 und Kaltenbach zurück zu unseren Autos.

Um 14:15 Uhr waren alle im Auto und Teile von uns fuhren auf einen Absacker in den Richrather Hof um die Akkus wieder aufzutanken.

Bedeutung von Wuppertal-Cronenberg:

Schon im 9. Jahrhundert n. Chr. drangen Siedler aus dem Osten, wahrscheinlich auf der Suche nach Eisenerz, in das Gebiet von Cronenberg vor. Auf den Erzabbau weisen die Flurnamen „Hütte“, „Schorf“ und „Steinwäsche“ hin. Von diesen Voraussetzungen her war für Cronenberg der Weg zur Eisenbearbeitung vorgezeichnet. In den Hofschaften Cronenbergs wurden im 18. Jahrhundert Schüppen, Hacken, Picken, Schlösser und andere Schmiede-Waren gefertigt.

Bis 1798 gab es ein besonderes Privileg für die Sensen-Herstellung. Waren es zuerst Handschmieden, so wurde später in den Tälern die Wasserkraft zum Schmieden genutzt. Von den vielen, durch Wasser angetriebenen Hammerwerken und Schleifkotten ist der Manuelskotten im Kaltenbachtal mit seinem Wasserrad von 5 Metern Durchmesser noch in Betrieb.

Mit der Einführung der Dampfmaschine und der Elektroenergie kehrten die Werkstätten auf die Höhen Cronenbergs zurück, wo sich eine bedeutende Werkzeugindustrie entwickelte. Die Route durch Cronenberg verfolgt diese Entwicklung. Sie führt zu den alten Schürf- und Hüttenplätzen, den Hofschaften mit ihren Kleinshmieden, den Wasserkraftanlagen in den Tälern und den später errichteten Fabrikanlagen in den besser zugänglichen Höhenlagen.

Die heutige Museumsstraßenbahn erinnert an die Straßenbahnlinie 5, die von Solingen-Mitte bis nach Wuppertal-Elberfeld führte und das industriell geprägte Kaltenbachtal einst erschloss.

Peter Müller

ZWAR-Erlebnistag im Oberbergischen Kreis

Am 08.07.2017 fand ein von Brigitte und Günter F. organisierter Erlebnistag im Oberbergischen Kreis statt.

Folgende Highlights wurden geboten: eine Wanderung um das Schloss Homburg in Nümbrecht – Nachkommen der (Trocken-) Nichtwanderer zu einem gemeinsamen Mittagessen im Waldhotel in Wiehl – gemeinsame Besichtigung der nahegelegenen Tropfsteinhöhle – gemeinsamer Besuch des Industriemuseums der BPW (Bergische Patentachsenfabrik Wiehl) mit dem Thema „Achse Rad Wagen – gemeinsamer Ausklang des Erlebnistages im Richrather Hof in Langenfeld.

Doch der Reihe nach. Zunächst trafen sich 18 angemeldete Wanderer um 09:00 Uhr ausnahmsweise (wg. Schützenfest) am Parkplatz gegenüber des Richrather Hofes. Es bildeten sich die Fahrgemeinschaften und kurz darauf ging es mit 5 PKW über die A3, A4 bis zur Ausfahrt Bielstein, dann weiter über Wiehl nach Nümbrecht, zum Parkplatz in der Nähe desHomburger Schlosses.

Hier startete dann die Rundwanderung um Schloss Homburg. Zunächst ging es durch einen Waldlehrpfad hinab zur Bröl, Über eine Straßenkreuzung hinweg mußten wir einen leichten Anstieg durch die Ortschaft Huppichteroth bewältigen.
An schönen Häusern vorbei, mit liebevoll gepflegten Vorgärten kam dann ein ebenes Waldstück. Die dahinter liegende Freifläche bot uns dann einen schöne Aussicht auf das nun entfernt liegende Schloss Homburg und den links davon herausragenden Aussichtsturm auf einer Waldkuppel. Die Wege der Wanderung waren meistens asphaltiert und daher leicht begehbar. Auf dem Rückweg zu unseren Autos wurden wir dann von einer Postkutsche überholt, die wir auf dem weiteren Weg noch einige Male sehen konnten. Etwa 700 m vor Ende des Rundwegs stand die Postkutsche an der erst kürzlich renovierten Homburger Mühle, einem schönen Gartenlokal, mitten im Wald gelegen.

Genau im Zeitplan der Planung fuhren wir wenige Kilometer um im Wiehler Waldhotel mit den acht Nichtwandern, die mit anderen Autos nachgekommen waren, ein gemeinsames Mittagessen einzunehmen.

Nach dem Essen ging es dann zur Besichtigung Tropfsteinhöhle. Der Eingang führte durch einen Kellergang des Waldhotels. Vor der Höhle hatten sich einige Hochzeitsgäste um Tische und Bänke gescharrt, weil kurz zuvor in der Höhle eine Trauung stattgefunden hatte.
Dies war neben dem Pflanzenbewuchs auf den Tropfsteinen eine weitere Besonderheit der Höhle. Als wir die Örtlichkeit der Trauungszeremonie in Augenschein genommen hatten, fanden es die Meisten von uns einfach nur „unterirdisch“ sich hier trauen zu lassen.

Nach der Höhlenbesichtigung gab es dann einen weitereren Standortwechsel. Das Industriemuseum der BPW befand sich in einem anderen Ortsteil von Wiehl.

Wie auch in der Höhle führte uns ein Sachkundiger Führer durch 5.500 Jahre Geschichte des gezogenen Wagens mit dem Thema: „Achse – Rad – Wagen.“     Die neu gestalteten Ausstellungsräume, eine angrenzende Remise mit historischen Kutschen, Feuerspritzen und anderen gezogenen Nutzfahrzeugen, sowie eine Schlosserei waren voll mit Exponaten, Modellen, Ausgrabungen um das Thema „gezogene Wagen“. In der Schlosserei findet übrigens an jedem 1. Sonntag im Monat ein öffentliches Schau-Schmieden statt.

Die BPW ist ein familiengeführtes, heimisches Unternehmen, mit weltweit 7.000 Mitarbeiter und bildet jährlich 40 bis 50 Auszubildende in 30 verschiedenen Berufen aus.

Nach der Besichtigung fuhren wir dann getrennt nach Haus, um dann den Erlebnistag im Richrather Hof gemeinsam ausklingen zu lassen.

Nochmals vielen Dank an Brigitte und Günter für einen schönen Erlebnistag und eine punktgenaue Planung.   

Fotos gibt es hier

So nah und so schön – Die Juniwanderung 2017

Am 11.06.2017 trafen sich um 10:00 Uhr, wie üblich, 6 Wander(er) -innen zu der von Peter und Evi Cremer ausgearbeiteten Wanderung.
Wir fuhren mit 2 Autos zum Parkplatz der des Sportvereins Gravenberg (rechts am Hotel Haus Gravenberg vorbei), an der Elberfelder Straße. Hier ließen wir die Autos gegenüber dem Wildgehege des Hauses Gravenberg geparkt zurück.

Wir gingen zunächst zwischen Fußballplatz und Bahntrasse zur Unterführung Richtung Rupelrath. Vor der Reinoldis Kapelle hielten wir uns links und kamen am Friedhof vorbei, gingen über Feldwege Richtung Holzkamp. Am Ende des Holzkamper Weges stießen wir immer noch in Bahntrassennähe auf die Wipperauer Straße. Nach wenigen Metern ging es links den Lohdenberg hinauf.
Vorbei an nicht mehr betriebenen Schrebergärten gingen wir auf Waldwegen zur Opladener Str., in Solingen-Aufderhöhe. Nach Überquerung der Straße ging es weiter über Waldwege,  vorbei an Birkendahl und den renovierten Eickenberg Hof bis wir schließlich oberhalb der Haasenmühle auf die Leichlinger Str. (Solingen) stießen. Ein neu geschaffener Fußweg durch die Ortschaft Haasenmühle führte vorbei an alten Fachwerkbauten auf einen Fußweg oberhalb der „Wipperaue“. Hier sah ich (Peter M. als „alter“ Solinger) zum ersten Mal den historischen Steinbruch der Haasenmühle mit Höhle.

Wir gingen weiter am Restaurant Wipperaue vorbei zum Wipperkotten, dann nahmen wir die kurze Steigung zum Höhenpuhler Weg, dem wir bis Friedrichsaue folgten. In Friedrichsaue überquerten wir die Wupper, bogen rechts ab und folgten unserem Wanderführer nach Leysiefen.

Hier hielten Peter und Evi eine besondere Überraschung für uns bereit.

Unter einem am Wegrand stehenden Obstbaum, war eine große öffentliche Sitzgruppe aus Baumstämmen errichtet, an der wir rasten konnten. Die „Bürgermeisterin“ von Leysiefen (ca. 50 Einwohner) hielt für unsere Wandergruppe gekühlte Getränke bereit, die sie dann auch servierte. Gegenüber der Sitzgruppe wohnte die Bürgermeisterin im ersten Haus an der Waldlichtung und war im nebenan gelegenen Garten beschäftigt.

Während wir dort rasteten konnten wir beobachten wie große Wildvögel eine Elster attackierten, auch trat ein Rehkitz zum Äsen auf die Lichtung.

Gut gestärkt und erst einmal ausgeruht ging es nun von Leysiefen nach Oberschmitte in Leichlingen. Vorbei an der Gemeinschaftsschule Bennert und über einen Höhenweg, der einen phantastischen Ausblick auf Solingen und nach links gewandt auf das Rheintal zuließ, konnten wir in einem Wildgehege Tiere und auch viele Erdbeerpflücker im Tal bei Nesselrath beobachten.

Über Kradenpuhl ging es über die Fußgänger-/Radfahrer-Brücke der Wupper auf die Hofschaft Horn zu.

Hier bogen wir links ab und gingen z. T. auf verbotenen Wegen Richtung Müllerhof in Leichlingen.
Diese seit mehr als 30 Jahren währende Baustelle ist noch immer nicht bewohnt, das ganze Areal aber inzwischen mit einem Edelstahl-Zaun umgeben.

Im Inneren des nicht betretbaren Areals sind mindestens drei Gebäudekomplexe riesigen Ausmasses immer noch unvollendet. Eine riesige gepflege Gartenanlage mit großem Teich und bewaldeter Insel bietet einer Reihe von Tieren u. a. Kanadagänse Schutz. Wir Wanderer konnten in dem Teich  auch ein otterähnliches Tier erkennen, was wir aufgrund der großen Entfernung  nicht eindeutig bestimmen konnten.
Eine neu errichtete Kapelle hinter einem bewachsenen Rosenbogen bietet hier auch Spaziergängern außerhalb des Baugeländes einen Rastplatz an.

Nachdem wir uns vom Müllerhof losreißen konnten mußten wir nur noch die Straße Ziegwebersberg überqueren und wir waren auf dem Gravenberger Weg in Leichlingen. Jetzt noch einige 100 m zur Bahnunterführung, an Wiesen mit grasenden Pferden, dem Waldkindergarten „Kleine Forscher“ und dem Fußballplatz vorbei, sind wir wieder bei den Autos angelangt.

So konnten wir bereits um 14:30 Uhr statt wie vorgesehen um 15:30 Uhr einen wunderschönen Wandertag mit der Einkehr im Richrather Hof beenden.

Fazit: Viele Wanderführer verbessern das Angebot. Vielen Dank Evi und Peter.

Fotos zur Wanderung